Ja, ich lebe noch

Schon lange nichts mehr geschrieben, obwohl ich mindestens schon 20 mal einen Entwurf in den grauen Zellen hin und hergeschoben habe. Einiges ist in der letzten Zeit passiert, wobei es kaum strickige Neuigkeiten gibt.
Ende November ist eine Ära zuende gegangen: mein Mann hat die Firma mit den petrolfarbenen Großbuchstaben verlassen und fängt Anfang nächsten Jahres einen neuen Job in München an. Ein komisches Gefühl war es schon irgendwie. Er war 17 Jahre dabei und wir haben uns in dieser Firma kennengelernt. Allerdings war das Arbeitsklima in der letzten Zeit nicht sonderlich und mittlerweile musste man sich ja schon fast schämen, wenn man Mitarbeiter dieser Firma war, wegen er ganzen Skandale. Tja, jetzt habe ich also meinen Mann in der Vorweihnachtszeit daheim (ihr dürft mich jetzt ruhig eine Runde bedauern, denn mein Mann gehört weder zu den Frühaufstehern noch zu den „in-der Küche-Tauglichen“), weil er Resturlaub abfeiern muss.

Dann habe ich gestern einen Strickauftrag erhalten. Meine Nachbarin hätte gern eine ärmellose Weste aus mittelstarker Wolle. Mach ich natürlich gerne, denn erstens ist es wohl kein großer Aufwand für sie zu stricken (Konfektionsgröße 34/36, da kann ich ja nur leise schmunzeln 😉 ), außerdem habe ich gemerkt, dass mir das Ganze einen Auftrieb gegeben hat, weil ich einfach Lust auf eine solche Herausforderung habe. Jetzt bin ich erst Mal auf der Suche nach schönen Anleitungen. Wenn ihr welche wißt, gerne.

Sylvester werden meine Schwiegereltern ihre Goldene Hochzeit feiern. Ich habe sie zu einem Brunch bei uns eingeladen, da sie ja im Moment im Umbruch stehen, weil sie im Frühjahr ins „Betreute Wohnen“ gehen. Meine Schwiegereltern wollten eigentlich gar nicht feiern, zumindest nicht zu dem Termin. Doch ich bin der Ansicht „Man muss die Feste feiern, wie sie fallen“. Ausserdem bin ich auch so groß geworden: früher waren zu Weihnachten in meinem Elternhaus neben unserer fünfköpfigen Familie beide Großeltern, meine Uroma, und sämtliche unverheiratete Onkel und Tanten.
Also wenn ihr raffinierte, festliche und/oder edle Rezepte für einen Brunch habt, immer nur her damit. Das Problem ist, meine Schiegers mögen kein Wild, keine Meeresfrüchte, Fisch nur sehr bedingt, mein Schwiegervater mag keinen Knoblauch, rosa gebratenes Fleisch ist auch tabu.

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2 Antworten zu Ja, ich lebe noch

  1. sibille sagt:

    Hey Ho!
    Ich habe ein Kochbuch von Erika Köhler: Kalte Küche.
    Hab ich vor vielen Jahren von einer Hasuwirtschaftsmeisterin geschenkt bekommen.
    Damit bestriete ich die meisten meiner Brunch-Einladungen.
    Wenn es um spezielle Sachen geht: eine gut gemachte Pirogge ist bei mir meistens dabei.

    Viele Grüße Sibille

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